Denkmalgeschützte IBM-Bauten
in Stuttgart-Vaihingen vom Abriss bedroht?
(Bild oben) Stuttgart-Vaihingen Pascalstraße 100, 1967-1972
Nachdem IBM die Gebäude 2007 verlassen hatte, wurden sie an eine Immobiliengesellschaft weiterverkauft. Nun befindet sich diese Firma im Insolvenzverfahren. Die Bank finanzierte bislang notdürftig die Instandhaltung sowie einen Wachdienst und die Pflege der Außenanlagen und bemühte sich mit den Insolvenzverwaltern und Maklern um einen Verkauf oder Vermietung. Diese Bemühungen blieben bislang erfolglos.
Derzeit droht, dass ab Sommer die Gebäude sich selbst überlassen und dem Verfall preisgegeben werden. Bereits jetzt leidet das Kantinengebäude schwer unter dem jahrelangen Leerstand, Eile ist geboten.
"Im Jahre 1974 wurde Eiermann posthum der Hugo-Häring-Preis durch den BDA Landesverband Baden-Württemberg verliehen, 1975 der Paul-Bonatz-Preis der Stadt Stuttgart"
(Auszug aus Egon Eiermann, Bauten und Projekte)
Aus der Liste der Kulturdenkmale, Begründung der Denkmaleigenschaft:
"... Mit der IBM-Hauptverwaltung erreichte Egon Eiermann einen Höhepunkt seines Schaffens. ... bezeichnen das Werk als eine seiner schönsten und wichtigsten Arbeiten. ... Eine umso größere Wertschätzung, als sein Lebenswerk viele bedeutende, richtungsweisende Bauten umfasst ..." "Im Blick auf die 50er bis 70er Jahre wird Egon Eiermann als einer der einflussreichsten Architekten der BRD, für die Nachkriegszeit als einer der maßgebenden Architekten in Lehre und Werk genannt."
Fotos: Horstheinz Neuendorff
siehe auch: db 1-2/2013

Luftbild kurz nach Fertigstellung

Kann das weg?
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Berlin 2011: 50 Jahre
Neue Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
Der Druck, das ehemalige Foyer zu kommerzialisieren, um es durch einen renditebringenden Umbau zu entstellen, ist nach wie vor vorhanden. Dabei würde die Bibliothek im Untergeschoss (Foto unten) komplett zerstört und auch das Konzept der gesamten Anlage empfindlich gestört.


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15 Jahre Egon-Eiermann-Gesellschaft
Im Sommer 1997 trafen sich Baugeschichtler, Architekten, Freunde, Schüler und ehemalige Mitarbeiter in der Sorge um den Erhalt des Gesamtwerkes von Egon Eiermann. Am 21.11.1997 erfolgte darauf die Gründung der Egon Eiermann Gesellschaft - (EEG) e.V. mit Sitz in Karlsruhe.
Der Verein setzt sich ein für die Bewahrung des Lebenswerkes von Egon Eiermann, einem der bedeutendsten deutschen Architekten des 20. Jahrhunderts, insbesondere für den Erhalt der von ihm entworfenen Bauwerke.
Die Eiermann Gesellschaft möchte durch die Unterstützung von Ausstellungen, Symposien, Dokumentationen und auch durch beratende Begleitung bei Sanierungen und Umnutzungen von bestehenden Gebäuden versuchen, diese der Nachwelt in gutem Zustand zu erhalten und die Kenntnis des Werkes, vor allem in der jüngeren Generation zu verbreiten. Diese Aufgabe erscheint besonders dringlich für die frühen Arbeiten Eiermanns in den neuen Bundesländern.
Um dieses Ziel zu erreichen, wirbt die Egon Eiermann Gesellschaft Mitglieder und Sponsoren. Mitglied können sein: Gesellschaften, rechtlich selbständige Körperschaften, natürliche und juristische Personen.
Abbildung oben: Berlin, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Bibliothek,
Foto: Horstheinz Neuendorff