Neues zu den Bauten

Das ehemalige Totalwerk in Apolda ist gerettet!

 Der Eigentümer bzw. die Verwertungsgesellschaft GESA (Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten) modernisiert derzeit das Gebäude umfassend und bereinigt das Grundstück, mit dem Ziel einer dauerhaften Vermietung (u.a. soll zukünftig evtl. ein Teil des Bauhaus Archivs aus Weimar untergebracht werden). Besonders erfreulich ist der Erhalt der alten Fenster. Derzeit werden Mietinteressenten gesucht.

Dietram Franke und seine Mitstreiter vom Verein der Freunde des Eiermann-Baues Apolda e.V hatten über viele Jahre hinweg gegen den Verfall des Gebäudes in mühsamer Kleinarbeit gekämpft.    

Jedenfalls musste die vom lokalen “Verein der Freunde des Egon Eiermann Baus Apolda e.V.“ unter Dietram Franke aufgebaute Egon Eiermann Ausstellung abgebaut und in einem Seitengebäude gelagert und neu aufgebaut werden. Das hat eine Menge Aufwand bereitet und weitere Aktivitäten des Vereins und der Helfer behindert. Der endgültige Wiederaufbau und der Betrieb der Ausstellung ist aktuell durch die Bewilligung von „Bürgerarbeit“ auf  drei Jahre gesichert.

Die Eiermann - Dauerausstellung in Apolda zog um

Wegen der Sanierung des bisherigen Standortes der Ausstellung im alten Totalwerk musste die Ausstellung in ein Nebengebäude umziehen. Die Vernissage zur Wiedereröffnung wurde im kleinen Kreis am 10.September 2011 in Apolda gefeiert. Die Öffnungszeiten werden in Kürze mitgeteilt. Mehr zu Apolda

Verseidag in Krefeld

 Das ehemalige Verseidag-Gebäude in Krefeld ist in ernster Gefahr. Eine Initiative des Stadtrates der Stadt hat den Abriss des Gebäudes und die Veräußerung des Grundstücks beantragt mit dem Ziel, die historische Innenstadt durch den Neubau eines Verwaltungsgebäudes und die Verlagerung der Arbeitsplätze aufzuwerten. Im Auftrag der Stadtverwaltung hat das Krefelder Architekturbüro Reymann (Herr Reymann hatte wesentlichen Anteil an der erhaltenden Erneuerung der Miss-Häuser in Krefeld) ein Gutachten erstellt, um die angestrebte erhaltende Erneuerung nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten dem Neubau gegenüberzustellen. Wesentliche Hilfe war für die Architekten der Zugriff auf die sehr umfangreiche Plansammlung zu dem Gebäude im saai, wodurch auch Elemente, wie der zur Zeit verunstaltete Fahrradabstellplatz, in ihrer Qualität erkannt wurden. Die EEG hat der Stadt, den Architekten und dem Denkmalamt Unterstützung zugesagt. Allerdings liegt uns das Ergebnis der Untersuchung bisher nicht vor. Wir gehen jedoch davon aus, dass die erhaltende Erneuerung kostengünstiger ist als ein Neubau. Die Entscheidung der Stadt wird in Kürze Sommerpause erwartet.

Märkische Metallbau in Oranienburg wird derzeit saniert

 Aus der "Märkischen Allgemeinen" vom 26.10.2010:

"ORANIENBURG - Etwa 1,3 bis 1,4 Millionen Euro wird das Jugend- und Sozialwerk bis Mitte 2011 für Ankauf und Sanierung des von Egon Eiermann entworfenen Gebäudes in der Oranienburger Rungestraße aufgewendet haben, schätzt Friedhelm Koopmann, der geschäftsführende Gesellschafter. Anfang 2009 war erstmals offiziell angekündigt worden, dass die ehemals in Staffelde ansässige Montessorischule in den Oranienburger Eiermann-Bau ziehen könnte.

Derzeit werden die Innenräume, in denen noch erstaunlich vieles aus der Bauzeit 1938 bis 1942 erhalten ist, saniert. Zwar steht gerade an der Hofseite des Gebäudes ein Gerüst, mit eventuellen Fassadenarbeiten habe das jedoch nichts zu tun, so Architekt Andreas Kistenmacher.

Wie die Außenhaut des bedeutenden Bauwerks künftig aussehen könnte, ist noch nicht entschieden. Der momentan sichtbare graue Putz mit den rosafarbenen Streifen ist jedenfalls weit entfernt von der früheren Optik. Denn einst war das gesamte Gebäude mit dunkelbraunen Kacheln verkleidet – was im Sockelbereich und am Flugdach auf der ehemaligen Dachterrasse noch gut sichtbar ist.

Die geplante Nutzung als Schule werde sehr gut funktionieren in dem denkmalgeschützten Bau, so Friedhelm Koopmann. Derzeit werden später eingezogene Wände herausgerissen, sodass die Etagen wieder die ursprünglich großen Büros erhalten. Helle Konstruktionssäle und Direktorenzimmer waren in diesem Bau einst untergebracht. Er selbst sei „sehr oft drüben“ bei den Bauarbeiten, erzählt Koopmann, dessen in vier Bundesländern agierendes Jugend- und Sozialwerk im nahen Mühlenfeld sitzt und in den vergangenen Jahren vielfach Erfahrung mit der Sanierung heruntergekommener Bauten sammeln konnte. Selten jedoch mit einem Bauwerk solch architektonischen Rangs. (Von Karen Grunow)

Siedlerhaus in Buchen-Hettingen (1947-49)
Nach langem Warten, nach vielen Vorklärungen mit der Landesstiftung Denkmalschutz, mit dem Referat 26 (Denkmalschutz) Karlsruhe, mit Stiftungen und der lokalen Politik ist es dem kleinen Hettinger Verein „Eiermann-Magnagni Dokumentationsstätte e.V.“ gelungen, das letzte weitgehend originalgetreu erhaltene Siedlerhaus zu kaufen, das jetzt nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten auf den ursprünglichen Zustand zurückgebaut wird.

Die entstehende Dokumentationsstätte soll zukünftig zu Veranstaltungen nutzbar und auf Anfrage zu besichtigen sein.
Es zeichnet sich ab, dass durch die Netzwerke mit lokalen und eigenständigen Initiativen eine wichtige Voraussetzung für die Erhaltung und Nutzung des Gebäudes sein wird.
Der Vorstand hatte bei einem Besuch am 23. Juni 2011 Gelegenheit, sich vom weitgehend originalgetreuen Zustand des Gebäudes ein Bild zu machen.

Taschentuchweberei Blumberg

 Die ehemalige Taschentuchweberei „Laufenmühle“ in Blumberg wurde abgebrochen. Die Stadt Blumberg möchte wohl nicht hinter zahllosen anderen Orten in Deutschland zurückstehen und findet für sich offensichtlich Aldi-Lidl-Penny-"Architektur" angemessener. Das alte Kesselhaus ist zwar erhalten, durch unsensible Umbaumassnahmen praktisch zerstört.

 

Würdigungen:
- Kaye Geipel: „Blumberg, Sommer 2008“ in der Bauwelt 32/2008
- Sarah Palmer: Fernsehfilm über Blumberg im SWR3 am 06.12.2008 (DVD beim SAAI)
- Dr. Sonja Hildebrand: „Bedrohtes Hauptwerk der Nachkriegsmoderne“ in der Neuen Zürcher Zeitung vom 24.02.2009
- Prof. Lothar Götz: Interview über Blumberg im Hörfunk SWR2 am 04.03.2009.

„Brigitte Eiermann im Gespräch“

Im Sommer 2008 wurde von Sarah Palmer in Baden-Baden eine Dokumentation über Brigitte Eiermann und ihre Erinnerungen an ihr Zusammenleben mit Egon Eiermann aufgenommen. Der Film behandelt das Leben und das Werk Egon Eiermanns von der ersten Vorlesung in Karlsruhe im April 1947 bis zu seiner Emeritierung. Der Film wurde von der EEG finanziert und dem SAAI übergeben. Am 09.Mai 2009 wurde der Film im Eiermann-Bau Apolda zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgeführt. Die DVD kann käuflich erworben werden beim Vorstand.

Egon-Eiermann-Allee
Am 20.04.2009 wurde die Egon-Eiermann-Allee in Karlsruhe-Knielingen eingeweiht.

Bestattungsunternehmen Grieneisen, Berlin
Die Egon Eiermann Gesellschaft hat die Originalunterlagen der Planungen Egon Eiermanns für alle Filialen Grieneisen aus den Jahren 1935-37 erworben und sie dem SAAI übergeben.

Ausstellung in Basel: Egon Eiermann – die Möbel
Vor 3 Jahren fand in den Räumen der Wohnbedarf AG Basel eine sehr gelungene und gut besuchte Ausstellung über die Möbel von Egon Eiermann statt. Ausgestellt waren Originalstühle aus dem Landesmuseum Karlsruhe und das Originalmodell der Weltausstellung Brüssel. Einführungsvortrag: Dr. Arthur Mehlstäubler, Karlsruhe.

Verein der Freunde des Eiermann-Baus Apolda
Am 27.04.2007 wurde in Apolda der Verein der Freunde des Eiermann-Baus Apolda e.V. gegründet, deren Mitglied die Egon Eiermann Gesellschaft ist.

Hauptverwaltung IBM Stuttgart
Die Gebäude der Hauptverwaltung der IBM Stuttgart - Vaihingen, 1967-72 von Egon Eiermann, sind von IBM an CB Richard Ellis Investors, Mailand/Frankfurt, verkauft worden. Das Objekt heißt nun: IBM Campus Vaihingen. Die Gebäude sollen im Inneren saniert und umgebaut werden. In den Außenanlagen soll ein neues Wegesystem aus Holz sowie ein neues Informationssystem installiert werden. Die Egon Eiermann Gesellschaft kontrolliert gemeinsam mit der Denkmalschutzbehörde Stuttgart, in Absprache mit dem Investor die Gestaltung der Umbaumaßnahmen im Sinne Egon Eiermanns. Der Umbau sollte bis Ostern 2010 am Pavillon 4 (erbaut von Kammerer & Belz nach Entwurf von Egon Eiermann) beginnen. Inzwischen ist die Investorenfirma insolvent und der weitere Verlauf ungewiss.


Sendesaal des SDR in der Villa Berg, Stuttgart
Drohender Abbruch des unter Denkmalschutz stehenden Sendesaals.
Investor Häussler Baumanagement und Behnisch Architekten, beide aus Stuttgart, möchten durch den Umbau der Villa Berg eine Begegnungsstätte für Politik und Wirtschaft realisieren.
In der Zwischenzeit stagniert das Projekt aufgrund der Insolvenz des Investors. Allerdings ist die Stadt Stuttgart in diesem Fall nicht sehr kooperativ. Alle Bemühungen das Gebäude und die noch vorhandenen Teile des Saals zu besichtigen werden unter Hinweis auf das private Eigentum abgelehnt. Offensichtlich arbeitet das Planungsamt an einem Vorhabenbezogenen B-Plan für das Areal, der der EEG jedoch bisher nicht zugänglich ist. Es bleibt vorerst nur die Hoffnung auf ein politisches Umdenken. Zumindest die Dokumentation diese Werkes von EE sollte vor einer Umnutzung ermöglicht werden.

MIRO (ehemalig Dea Scholven), Karlsruhe
Das Verwaltungsgebäude ist fertig grundsaniert und weitgehend original wiederhergestellt.
Der Vorstand der EEG besichtigte das Gebäude nach der Fertigstellung im August 2010.   

Haus Eiermann, Baden-Baden
Das Haus befindet sich in sehr gutem Zustand. Terrassen, Mauern, Garten und das „Tor“ der Garage wurden vom Eigentümer unter Betreuung unseres Vereinsmitgliedes Architekt Ulrich Langensteiner wiederhergestellt.

Haus Hardenberg, Baden-Baden
Nach dem Tod der Gräfin von Hardenberg stehen das Grundstück und das gut erhaltene Haus, eingerichtet mit sehr gut erhaltenen Eiermann-Möbeln immer noch zum Verkauf. Am 17.04.09 veranlstaltete die vermarktende Immobilienfirma Engel & Völkers eine Pressekonferenz an der die EE- Gesellschaft teilnahm. Inzwischen (nach über 2 Jahren) ist der Verkaufspreis auf 4,1 Mio Euro gesunken.
Siehe auch „Badisches Tagblatt“ vom 18.04.2009.

Haus Vollberg, Berlin
Das Haus aus den Jahren 1939-42 wurde restauriert und wird weiter vom Sohn des Bauherrn, André Vollberg, genutzt.

Denkmalliste
Die Egon Eiermann Gesellschaft hat eine Liste erstellt über den aktuellen Stand der unter Denkmalschutz stehenden Bauwerke von Egon Eiermann. Zum Herunterladen klicken Sie bitte hier Denkmalschutzliste.